Mehrfachmessgeräte gehören längst zur Grundausstattung einer Feuerwehr Wehren des Inspektionsbereiches Bad Kötzting über neuesten Stand der Technik informiert

 

Arrach. (mm) Bei jedem Brand entsteht Kohlenstoffmonoxid. Nicht allein deswegen sind Mehrfachgasmessgeräte längst Teil der Grundausstattung von Feuerwehren. Durch die zunehmende Zahl von Biogasanlagen sowie dem vermehrten Einsatz von gefährlichen Substanzen häufen sich ferner Unfälle bei denen unsichtbare, gesundheitsschädliche Gase austreten können. Da sich die Technik in den letzten Jahren wesentlich verbessert hat, haben etliche Feuerwehren der Inspektion Bad Kötzting ihr Interesse an der Beschaffung geeigneter Messgeräte bekundet. Sie waren zu einer Informationsveranstaltung nach Arrach eingeladen. Kreisbrandinspektor Mike Stahl hieß am vergangenen Freitag Abend die Feuerwehrkameraden aus Lam, Arrach, Hohenwarth, Grafenwiesen, Rimbach, Bad Kötzting, Blaibach und Miltach, die der Einladung von Bernhard Hatzinger, Fachberater für Gefahrgut der Feuerwehrinspektion Bad Kötzting, gefolgt waren, im Gerätehaus der Freiwilligen Feierwehr Arrach willkommen. Sein besonderer Gruß galt dem Referenten Lothar Eckrich, dem "Haus- und Hoflieferanten" Berthold Birnthaler aus Parsberg, Bürgermeister Sepp Schmid sowie Kreisbrandmeister Richard Richter und Heinz Schötz. Lothar Eckrich aus Karlsruhe, der sich als Sicherheitsberater mit Schwerpunkt Brandschutz und Emergency Management, CBRNE-Planning & Response und Gasmesstechnik bestens mit Mehrfachmessgeräten auskennt, wählte für den Abend die wichtigsten Schwerpunkte bezüglich Funktion, Nutzen und Handhabung aus. Zunächst ging er auf die Frage, was überwacht werden sollte ein. Im Hinblick auf die Abschätzung der Gefahren durch das Einatmen giftiger Gase und Dämpfe wurden Einsatztoleranzwerte (ETW) ermittelt, die für die Feuerwehren von großer Bedeutung sind. Standard sollte ein Vier-Gas-Pump-Messgerät " mit Ex, O2, Co und H2S" sein. Jeder weitere Sensor bedeutet eine Kostensteigerung sowohl bei der Anschaffung als auch im Unterhalt, zumal eine regelmäßige Wartung und Kalibrierung unumgänglich ist. Detaillierte Erläuterungen hierzu mit Beispielen aus dem Feuerwehr-Alltag bezüglich Evakuierung und Schutz der Gesundheit machten den Zuhörern die Bedeutung der Kalibrierung klar. Warum gerade die vier Sensoren für Explosionsgrenze (Ex), Sauerstoff (O2), Kohlenmonoxid (Co) und H2S für den Einsatz bei der Feuerwehr zum Tragen kommen, veranschaulichte Eckert ebenfalls ausführlich. Auftretende Fragen wurden unmittelbar beantwortet. Schließlich ging der Referent auf die Bedienung der Mehrfachmessgeräte Ventis MX4 und MX 6 iBrid ein. Die Anwesenden konnten diese auch selber ausprobieren, so dass jeder erkennen konnte, dass der Einsatz dieser völlig problemlos ist. Letztes Jahr hat der Landkreis Cham beschlossen Messgeräte der Fa. Siegrist zu beschaffen. Diese können in der Atemschutzwerkstatt Furth im Wald gewartet und kalibriert werden, was natürlich nicht nur Zeit sondern auch Kosten spart. Sinnvoll wäre demnach eine einheitliche Ausrüstung, gegebenenfalls sogar eine Sammelbestellung. Bild: Bernhard Hatzinger, Fachberater für Gefahrgut (vorne,2.v.li) organisierte für alle interessierten Wehren des Inspektionsbereiches Bad Kötzting eine Informationsveranstaltung zum Thema Messtechnik mit Referent Lothar Eckrich (3..re). Mit auf dem Bild die Kommandanten der vertretenen Feuerwehren, KBI Mike Stahl, Berthold Birnthaler und KBM Heinz Schötz.